
Nach dem Frühstück breche ich gleich auf. Der Manager hält mich und zwei Dänen, die sich auch auf den Weg machen wollen zurück und bittet, uns noch für eine kleine Freundschaftsgeste Zeit zu nehmen. Eine ältere Inderin kommt mit einen Tablett, auf dem sich drei Bananen, drei Kokosnüsse, drei Blätter und drei Tütchen mit unbekanntem Inhalt befinden. Dazu noch ein kleines Gefäß mit einem intensiv roten Pulver. Der Hausherr nimmt den Puder und malt jedem von uns einen kräftigen roten Punkt auf die Stirn. Dies symbolisiere Freundschaft und bringe Glück und jeder bekommt ein Set der anderen Dinge.
Dann fahre ich los. Gegen 14:00 Uhr erreiche ich Hassan und von da geht's weiter nach Belur. Ich finde die Strecke auf Anhieb.
Die Tempelanlage in Belur ist überwältigend. Sehr kunstvolle Steinmetzarbeiten zieren Säulen und die zahlreichen Tempelgebäude. Ich mache ein paar Aufnahmen. In einem Tempel spricht mich der diensthabende Priester an und zeigt mir mithilfe seiner Taschenlampe alle möglichen Statuen, die man ohne diese zusätzliche Lichtquelle gar nicht entdeckt hätte. Am Schluss, ich habe mich gerade überschwänglich bei ihm bedankt, folgt seine direkte Frage: "You give me money?" Ich rücke 30 Rs. heraus, und er ist zufrieden.
In der Nachbarschaft, in Halebid, gibt es noch einen weiteren sehenswerten Tempel. Ich einige mich mit mir darauf, dass man sich nicht zu viel Kultur auf einmal antun sollte und reite gemächlich zurück nach Hassan.
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