Zweiter Enfield Tag. Ich habe mich an das neue, zunächst etwas fremde Fahrgefühl gewöhnt, und als Folge war die heutige Tour kaum mehr anstrengend. Von Mahabaleshwar ging es gegen 8:30 los über Panchgani, Wai, Satara, Karad, Islampur nach Kolhapur, wo ich um 14:30 ankam. Die Strecke von M'war nach Wai war landschaftlich atemberaubend schön.

Kurz PauseMeine Arme verbrennen immer mehr. Ich habe zwar versucht, die noch halbwegs intakte Innenseite zur Sonne zu drehen, was für einen Beobachter ziemlich komisch ausgesehen haben muss, aber wirklich geholfen hat das nicht. Gnadenlos sengt die Sonne ihre Spuren in meine Haut. In Kolhapur mache ich mich sofort auf die Suche nach einem Schneider. Unterwegs finde ich ein Internet-Cafe und checke meine eMails.

Beim Schneider bestelle ich gleich zwei indische Hemden. Den Stoff kaufe ich gegenüber; zwei verschiedene Arten dünner Baumwolle. Der ganze Spaß kostet 275 Rupies für den Stoff und 160 fürs Schneidern, zusammen also etwa 10 €. Am nächsten Tag um 12:00 Uhr kann ich die Hemden abholen.

Nachdem das erledigt ist, schlendere ich ein wenig durch Kolhapur. BlütenverkäuferinnenIrgendwie ist die Stadt sympathisch. Was mir sofort auffällt sind die befestigten und beinahe sauberen Straßen im Stadtinnern, was für die meisten indischen Städte nicht selbstverständlich ist.

Auch das Hotel ist recht ordentlich. Man gibt mir zwar nicht das zugesagte und gebuchte Zimmer zu 995 Rs., es steht wundersamer Weise plötzlich nicht mehr zur Verfügung, und weist mir statt dessen eines zu 1500 Rs. zu. Was soll's? Es ist angenehm groß, kühl und auch das Bad ist in Ordnung. Nachts stelle ich allerdings fest, dass der Kühlschrank einen höllischen Lärm macht. Aber man kann ja nicht alles haben.

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